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der Morgen soll niemals kommen.

Ich liege neben ihm. Sein Herz pocht laut und schnell. Es fühlt sich an, als würde ich eine Tiefen-Massage bekommen, die vom Brustbein hinein bis zur Wirbelsäule vordringt. Er ist warm. So warm, dass ich glaube, an einem heißen Kachelofen zu sitzen. Jedoch atmet er ruhig. So ruhig habe ich selten jemanden atmen hören. Mein Kopf liegt auf seiner Schulter. Irgendwann nimmt er meine Hand. Drückt fest zu. Er küsst mich. So innig, dass ich mir wünsche, dieser Moment würde niemals vorbei gehen. Ich wünsche, das dies so bleibt, für immer und ewig. Leider muss ich mir eingestehen, dass ich diese Situation schon mehrere Male erlebt habe, immer wieder mit ihm. Nachts ist er dieser von Leidenschaft umspülte, äußerst sensible Mann. Jedoch, sobald es morgens wird, springt er auf, sieht mich nicht an, redet nicht mit mir. Schnappt sich bestenfalls noch seine Gitarre und spielt Lieder, Songs meiner Lieblingsband, wahrscheinlich ohne zu wissen, dass ich jeden einzelnen mitsingen kann. Ich sehe ihn an. Er ist perfekt. Der perfekte Mann in meinen Augen. Er wäre es auch, wäre er dumm, untalentiert, hässlich und unbeliebt. Ich streiche ihm über das Gesicht. Muss an den Morgen denken. Zwei Tränen rollen ungefragt über mein Gesicht. Er bemerkt sie nicht. Setzt wieder an, mich zu küssen. Es zerreißt mir das Herz. Ich will diesen Moment genießen. Ich darf nicht an morgen denken. Mich ganz dem Moment hingeben.

12.8.10 23:20
 


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